Jetzt aber mal Tacheles!

Mein Lieblingsthema “ Hernes Image“. Wenn immer wieder davon geredet und geschrieben wird, dass wir in Herne eine hohe Arbeitslosigkeit haben, strukturelle Probleme, eine demografische Schieflage, zu viele Dicke, zu viele Hunde, und, und, und – dann müssen wir uns über unser Image nicht wundern.

Wer von unserem  . . .  Image redet oder schreibt, tut uns keinen Gefallen!

Erstens: Essen und Dortmund sind gerade mal 20 bis 30 Minuten entfernt, Städte denen man nachsagt, dass sie florieren, Akzente setzen, eine große Zukunft haben. Was für Dortmund und Essen gilt, gilt auch für Herne. Alles was dort geboten wird, ist von uns nur einen Klacks entfernt!

Essen mit dem Weltkulturerbe, mit seinen 18 Bühnen, seinen DAX-Konzernen,  aber auch mit 160 Kilometer Radwegen. Dortmund hat den Deutschen Nachhaltigkeitspreis gewonnen, ausgezeichnet für seine Masterpläne, Projekte und Strukturen, die sich für den nachhaltigen Strukturwandel einsetzen. Der Phoenixsee ist nur ein Beispiel dafür.

Zweitens: Klar, wir sind eine Stadt die noch mitten im Strukturwandel steckt. Doch wollen wir uns zurückblickend darüber beklagen, wie schlecht es uns geht? Wollen wir in der Vergangenheit leben? Oder wollen wir nach Vorne schauen und uns an den Möglichkeiten erfreuen, die sich in dieser pulsierenden Metropolregion bieten. Es ist doch gigantisch was in unserer Region passiert! Wir sind dabei uns neu zu erfinden und der Zukunft die Hand zu reichen.

Drittens: Deutschland nimmt mit seiner Wirtschaftskraft und Beliebtheit eine führende Rolle in der Welt ein. Nordrhein-Westfalen ist das bevölkerungsreichste Bundesland und hat nach dem Wiederaufbau maßgeblich zum Wohlstand in Deutschland beigetragen. Nicht umsonst sind in NRW noch 10 DAX-Konzerne beheimatet, soviel wie in keinem anderen Bundesland. Seit dem Ende des Industriezeitalters findet ein erheblicher Umbau statt, das kostet eine gewaltige Anstrengung. Doch der Übergang ins Informationszeitalter scheint auf einem gutem Weg zu sein, dafür spricht eine der dichtesten europäischen Hochschullandschaften. Und ob es die Zeche Zollverein ist, der Phoenixsee oder genau dazwischen die Akademie Mont-Cenis, mit dem zur Erbauung weltweit größten Solardach, im Ruhrpott brodelt es. Womit ich auch beim nächsten Punkt bin: das Ruhrgebiet. Die wichtigste Region in Nordrhein-Westfalen ist der Ruhrpott. Natürlich zuerst deshalb, weil es die dicht besiedelste Region in NRW ist. Wir sind bekannt für unsere Offenheit und Herzlichkeit, mehr als anderswo in Deutschland. Wo Millionen freundliche und weltoffene Menschen sind, bilden sich auch Märkte. Es heißt immer das der Mittelstand der wichtigste Antriebsmotor in unserem Land ist. Nach dem Wegfall der Montanindustrie breitet sich dieser Mittelstand bei uns immer mehr aus.

Deutschland in der Welt, Nordrhein-Westfalen in Deutschland, der Ruhrpott in NRW und jetzt, kaum zu glauben, Herne im Herzen des Ruhrgebiets. Für mich eine logische Folge exzellenter Standortfaktoren.

Die entscheidende Frage: Was hilft uns weiter. Unser Gejammer über die schwierigen Verhältnisse bestimmt nicht! Dann müssten wir zuerst über Versäumnisse reden. Da haben Kreativität und Mut gefehlt eine Vision zu entwickeln und ihr zu folgen. Vor allem dürfen wir uns nicht mehr klein machen.

„Respekt für die Vergangenheit und die Zukunft fest im Blick.“ (Reisemagazin Essen)

Glückauf!

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